Illustration Worum geht es bei Anti-Bias?

Anti-Bias

Die gute Nachricht zuerst: Wir haben etwas gemeinsam!
Egal, wer wir sind, wie unser Leben verlaufen ist und welche Erfahrungen wir gemacht haben: Wir alle wurden schon einmal in eine gedankliche Schublade gesteckt. Zack, Label dran und ab in die Schublade.

Wir haben eine weitere Gemeinsamkeit: Egal, wie offen und professionell wir sind, wir alle haben selbst Schubladen im Kopf, wenn wir auf andere Menschen treffen. Unser Schubladendenken wirkt wie ein eingebauter Filter. Wie wir Menschen wahrnehmen und behandeln, hängt stark von diesem Filter ab. Diesen Filter haben übrigens nicht nur einzelne Personen, sondern auch Institutionen wie Behörden, Bildungseinrichtungen oder Unternehmen.

Im Englischen nennt man diesen Filter „Bias“.
Das bedeutet unter anderem: Voreingenommenheit, systemischer Fehler, verzerrte Wahrnehmung und Diagonale.

Illustration Bias? Was denn für ein Bias?
Illustration Hier läuft doch etwas schief!

Warum erwähne ich jetzt die Diagonale?
Weil ich finde, dass sie ein treffendes Bild für die Schieflagen in unserer Gesellschaft ist.

Diese Schieflage besteht darin, dass nicht alle Menschen ihre Potenziale gleich gut entfalten können.


Schubladendenken hat sehr viel damit zu tun, denn:

Wenn wir in ganz bestimmten Schubladen landen, kann es bedeuten, dass

  • wir weniger (oder gar nicht) gehört werden.
  • wir seltener (oder nie) Recht bekommen.
  • wir uns viel mehr anstrengen müssen als andere.
  • wir besonders oft verletzt werden.
  • wir die Dinge in der Welt nicht gut (oder gar nicht) nutzen können, weil sie schlicht nicht für uns gemacht sind.
  • wir wenig (oder gar nicht) an wichtigen Bereichen des gesellschaftliches Lebens teilhaben können.

Kurz: Wegen des Schubladendenkens, das sich auch durch wichtige Institutionen, Bildungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen zieht, ist es für manche Menschen und Gruppen viel schwieriger oder sogar unmöglich ihre Potenziale zu entfalten und ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu führen. Wie krass ist das denn?

Dadurch verlieren wir alle. Als Menschen und als Gesellschaft. Wir verlieren Stabilität, Zusammenhalt, Sicherheit und Innovation.

Illustration Bisschen eng hier mit den ganzen Vorurteilen...
Illustration Aha-Erlebnis

Der Anti-Bias-Ansatz ist ein umfangreicher Werkzeug- und Methodenkoffer. Mithilfe von Übungen und Materialien können wir lernen, unsere Schubladen klicken zu hören und darauf hinarbeiten, dass unser Schubladendenken andere Menschen nicht ausschließt, kleinhält oder beschämt.

»Anti-Bias ist eine lebenslange Reise,
die in uns selbst beginnt.«

Die Mitbegründerin Louise Derman-Sparks beschreibt Anti-Bias als eine lebenslange Reise, die in uns selbst beginnt. Wenn wir uns auf diese Reise einlassen, können wir uns gemeinsam für eine Gesellschaft einsetzen, in der alle Menschen mit ihren vielfältigen Merkmalen, Lebensweisen und Identitäten ihre Potentiale entfalten und in Frieden und Würde leben können.

Illustration Anti-Bias ist eine lebenslange Reise, die in uns selbst beginnt.

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Dann bist du hier genau richtig!

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